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Der neue A6 Avant von Audi.
Bild: Göres

Der neue Audi A6 Avant gleicht der Limousine bis auf den Kofferraum. Handschalter wird es nicht geben, und auch eine Plug-in-Hybrid-Version ist nicht vorgesehen.

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          Schöne Kombis heißen Avant – für den neuen A6 Avant gilt Audis Werbebotschaft aus dem Jahr 1995 mehr denn je. Nur wenige Wochen nach dem Start der Limousine rollt jetzt die für Deutschland weitaus wichtigere Kombiversion des sportlich-eleganten Mittelklassemodells gegen 2500 Euro Aufpreis zu den Händlern. Beim Vorgänger entschieden sich 80 Prozent der A6-Kunden für den Avant. Das jüngste Modell wurde von Anfang an gemeinsam mit der Limousine entwickelt – ein Novum. Bis zur Brüstung der Fondtüren gleichen sich beide Karosserievarianten wie ein Ei dem anderen. Auch die LED-Heckleuchten sind erstmals identisch. So funktional wie der Vorläufer, aber dynamischer proportioniert sollte der 4,94 Meter lange Neuling werden, stand im Lastenheft von Parys Cybulski.

          Der Audi-Designer hat dafür Heckscheibe und D-Säule des harmonisch gezeichneten Fünfsitzers stärker geneigt. Das Resultat: Der A6 Avant sieht flacher aus, obwohl er mit 1,47 Meter um sechs Millimeter höher baut als bisher. Die Dachlinie fällt später ab als im alten Modell, und weil auch der Dachhimmel etwas dünner wurde, können sich die hinteren Passagiere über neun Millimeter mehr Kopffreiheit freuen. Der Knieraum im Fond – schon im Vorgänger nicht eben knapp – wuchs noch einmal um 21 Millimeter.

          Unverändert blieb das Gepäckvolumen von 565 bis 1680 Liter hinter der serienmäßig elektrisch aufschwingenden und auf Wunsch sensorgesteuerten Heckklappe. Der mit Schienen, Spannband, Netz und Haken versehene, fein ausgekleidete Kofferraum bietet eine Ladelänge von knapp zwei Metern, wenn die im Verhältnis 40 zu 20 zu 40 geteilten Rücksitzlehnen nach vorn geworfen werden. Leider ist die Ladefläche auch in der neuesten Generation nicht topfeben, sondern sie steigt leicht an.

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          Wie in den Modellen A8 und A7 sowie in der A6 Limousine hält auch im A6 Avant serienmäßig das volldigitale MMI-Bedienelement inklusive virtuellem Cockpit Einzug, auf Schalter und Knöpfe wird weitgehend verzichtet. Die akustische und haptische Rückmeldung der übereinander in der Mittelkonsole angeordneten, nahtlos eingepassten Touch-Displays ist hervorragend, Kommandos können auch über Texteingabe oder mittels natürlicher Sprachbedienung erfasst werden.

          Über die Basis hinaus sind vier Ausstattungen wählbar, die mit unterschiedlichen Farbkonzepten, mit Ledergestühl sowie mit Holz- oder Aludekoren das sehr gut verarbeitete Interieur weiter aufwerten. Angenehm niedrig ist das Geräuschniveau, das mit neuen und zusätzlichen Dichtungen, aber auch durch die jetzt auf der Karosseriebrüstung statt wie bisher im Seitenfenster angebrachten Außenspiegel nochmals verbessert werden konnte. Zu den 38 möglichen Assistenzsystemen, von denen sich der Fahrer in der Limousine unterstützen lassen kann, kommt im Avant der kamerabasierte Anhängerassistent hinzu. Das Angebot der mit Mildhybrid-System ausgerüsteten und mit Sieben- und Achtstufenautomatik kombinierten Motoren entspricht dem im A6. Drei Turbodiesel sind vom Start weg verfügbar, die Audi-Strategen gehen davon aus, dass der 204 PS starke Zweiliter-Vierzylinder zum Bestseller avancieren wird, zumal bei Flottenkunden. Mit ihm ist der 51 650 Euro teure, frontgetriebene A6 Avant bereits ausreichend motorisiert.

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